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Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1

    Bio Referat Schweine Herz

    Ich muss in Biologie in 2 Wochen eine GFS halten (ist nen Referat nur länger und zählt die ne Klassenarbeit/Klausur). Allerdings finde ich nicht wirklich was zu meinem Thema "Schweine Herz"...

    Könnt ihr helfen?

    Danke.

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  3. #2
    was genau übers schweine herz? oder ist es egal was ?

  4. #3
    Im Prinzip erstmal egal

    Habe noch sogut wie gar nichts.
    Nur das man es in Menschen als Ersatzherz implantieren könnte.

  5. #4
    Hm..also wir hatten letztens i.was mit Schweineherzen glaub ich...also i.was mit schwein kam da vor in ernährung oder gesundheit..ich guck morgen mal nach

  6. #5

  7. #6
    Also muss nun ein Referat ums Herz allgemein machen.
    Dazu sollte man etwas finden

  8. #7
    Okay, ch guck jetzt mal eben schnell nach. Habs voll verplant sorry
    Also wir haben was von Betablockern gehabt das die bei den Schweinen gespritzt werden und da war auch was mit dem Herzen. Den Zettel find ich aber grad nich. Hab den bestimmt im anderen Ordner drinne -.-
    Ich weiß nur das man ein Schweineherz auch bei einem Menschen einsetzen kann.

  9. #8
    Das habe ich nun mal:
    HERZ

    Herz, ein Hohlmuskel, der Blut aus den Venen aufnimmt und durch die Arterien weiterbefördert.

    Das Herz des Menschen ist ungefähr faustgroß. Es liegt hinter dem unteren Teil des Brustbeines und ist von der Körpermitte aus gesehen etwas nach links verschoben. Seine Form ähnelt einem Kegel, dessen Grundfläche nach oben und leicht nach rechts hinten gerichtet ist; die Spitze berührt zwischen der fünften und sechsten Rippe die Brustkorbwand. Das Herz wird vor allem durch die großen Arterien und Venen an seinem Platz festgehalten. Außerdem ist es in den doppelwandigen Herzbeutel (Perikard) eingeschlossen, dessen innere Schicht das Herz einhüllt, während die äußere mit Brustbein, Zwerchfell und den Häuten des Brustkorbes verbunden ist.

    Das Herz eines Erwachsenen besteht eigentlich aus zwei eigenständigen Pumpsystemen, jedes mit einem Herzohr (Seitenteil des Vorhofs), einem Vorhof und einer Herzkammer. Entsprechend ihrer anatomischen Lage bezeichnet man diese Systeme oft auch als rechte und linke Herzhälfte.

    STRUKTUR UND FUNKTION

    Blut fließt aus dem Körper durch zwei große Venen, die obere und die untere Hohlvene, in den rechten Vorhof. Das Blut, welches das Herz selbst versorgt hat, gelangt durch den Sinus coronarius (Erweiterung der großen Herzvene) ebenfalls unmittelbar in den rechten Vorhof. Der Blutfluss aus den Venen in den rechten Vorhof wird während des gesamten Zyklus von Kontraktion und Ausdehnung des Herzens nicht unterbrochen. In die rechte Herzkammer gelangt Blut aber nur während der Entspannungsphase (Diastole), in der die beiden rechten Hohlräume eine gemeinsame Kammer bilden. Gegen Ende der Diastole zieht sich der Vorhof zusammen, so dass die Herzkammer sich vollständig mit Blut füllt. Rhythmische Kontraktionen der rechten Herzkammer drücken das Blut durch die Lungenarterien in die Kapillaren der Lunge, wo das Blut mit Sauerstoff angereichert wird (siehe Atmung). Die Lungenkapillaren münden in die Lungenvenen, die das Blut in den linken Vorhof leiten. Dort spielt sich der gleiche Vorgang ab wie bei der Rückkehr des Blutes aus den Körpervenen in die beiden rechten Herzkammern. Die linke Herzkammer zieht sich ebenfalls rhythmisch zusammen und pumpt das Blut in die Aorta: Jetzt gelangt es in die Körperarterien einschließlich der Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen.

    Damit Blut, das bei der Kontraktion des Herzens (Systole) aus den Herzkammern gedrückt wird, während der Diastole nicht zurückfließt, befinden sich Klappen am Anfang der Aorta und der Lungenarterien. Jede dieser so genannten Taschenklappen besteht aus drei Semilunarklappen, halbmondförmigen Hautlappen, die in der Fließrichtung des Blutes gewölbt sind und sich bei Druck in dieser Richtung leicht öffnen. Lässt dieser Druck nach, presst der Gegendruck die Ränder der Semilunarklappen zusammen. Die dreizipflige Segelklappe zwischen Vorhof und Kammer der rechten Herzhälfte besteht aus drei dreieckigen Hautlappen. Die zweizipflige Mitralklappe, die links an der gleichen Stelle sitzt, setzt sich aus zwei solchen Lappen zusammen. Die Hautlappen dieser beiden Klappen sind in einer Vertiefung an der Grenze zwischen Vorhof und Hauptkammer befestigt; ihre freien Ränder sind an den Chordae tendineae verankert, kräftigen Sehnenfäden, welche die Herzklappen mit der Herzwand verbinden. Die Klappen sind geöffnet, bis die Herzkammer mit Blut gefüllt ist. Sobald die Kontraktion beginnt, schließen sie sich durch den Druck. In dieser Phase des systolischen Druckes verhindern die Chordae tendineae, dass die Klappen sich in der anderen Richtung öffnen.

    Die Geschwindigkeit des Herzschlages wird vom autonomen Nervensystem gesteuert: Das sympathische Nervensystem beschleunigt und das parasympathische verlangsamt ihn. Ein besonderes Nervenzentrum im rechten Vorhof in der Nähe der oberen Hohlvene, der Sinus- oder Sinoatrialknoten, sendet rhythmische Impulse aus, die sich über das so genannte His-Bündel fortpflanzen. Dieses Bündel aus Nerven- und Muskelfasern verzweigt sich in zwei Äste, die zu den beiden Hauptkammern führen. Über die spezialisierten Fasern des His-Bündels regt der Nervenimpuls die Herzmuskelfasern sehr schnell und in regelmäßiger Folge zur Kontraktion an.

    Zwar beeinflussen die Nerven und manche Medikamente (siehe Anregungsmittel) die Geschwindigkeit des Herzschlages ebenso wie bestimmte, in den achtziger Jahren entdeckte Substanzen, die Hormonen ähneln und vom Herzen selbst abgegeben werden. Das Herz ist jedoch von sich aus zur Kontraktion fähig und schlägt auch dann regelmäßig weiter, wenn alle Verbindungen zum Nervensystem unterbrochen sind.

    Herzmuskulatur
    Herzmuskulatur ist ein spezialisiertes Gewebe, das auf das Herz beschränkt ist. Diese Muskulatur ist auf konstante Sauerstoffversorgung angewiesen und stirbt ab, wenn die Blutzufuhr aufgrund einer Schädigung von Arterien, die zum Herzen führen, unterbrochen ist.
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    In der Embryonalentwicklung entsteht das Herz durch die Verschmelzung der beiden Baucharterien, die zu einem einzigen, pulsierenden Organ verwachsen. Die Trennung von rechter und linker Herzhälfte erfolgt später durch die Ausbildung der Herzscheidewand zwischen den Vorhöfen und Hauptkammern. Vollständig abgeschlossen wird diese Trennung erst bei der Geburt, wenn die Lunge zu arbeiten beginnt. Vor der Geburt wird das Blut in der Plazenta mit Sauerstoff angereichert und kehrt dann durch die untere Hohlvene in das rechte Herzohr zurück. Von dort fließt es durch das Foramen ovale, eine Öffnung in der Herzscheidewand. Nach der Geburt wird diese Öffnung geschlossen. Bei etwa einem Fünftel der Gesamtbevölkerung bleibt jedoch eine unterschiedlich große Öffnung in der Herzscheidewand bis zum Erwachsenenalter bestehen.

    Das Herz erzeugt bei jedem Schlagzyklus zwei Töne. Der erste klingt recht dumpf: Er entsteht durch die Schwingungen der Segelklappen und die Kontraktion der Muskelfasern in den Hauptkammern. Den zweiten, helleren Ton erzeugen die Taschenklappen an Aorta und Lungenarterien, wenn sie sich plötzlich schließen. Bei Herzerkrankungen können neben oder anstelle dieser regelmäßigen Töne andere Geräusche auftreten, weil das Blut durch krankhaft veränderte Klappen oder andere Öffnungen strömt und dabei rauscht. Solche Geräusche sind für die Diagnose von großer Bedeutung.
    HERZKRANKHEITEN

    Arteriosklerose
    Ablagerungen aus Fett, Cholesterin und anderen körpereigenen Stoffen an den inneren Gefäßwänden verengen und verhärten die Arterie, und es kommt zur Arteriosklerose, im Volksmund Arterienverkalkung genannt.
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    An Herzerkrankungen sterben in den Industrieländern mehr Menschen als an jeder anderen Krankheit. Sie können mehrere Ursachen haben: angeborene Herzfehler, Infektionen, Verengung der Herzkranzgefäße, hoher Blutdruck oder Herzrhythmusstörungen.

    An Herzerkrankungen sterben bei uns mehr Menschen als an jeder anderen Krankheit

    Zu den angeborenen Herzfehlern gehört das Fortbestehen von Verbindungen im Kreislauf, die normalerweise nur beim Fetus vorhanden sind und eine Vermischung von sauerstoffreichem und sauerstoffarmem Blut zur Folge haben. Eine solche Verbindung ist der Ductus arteriosus, der im Normalfall nur vor der Geburt die Lungenarterien und die Aorta verbindet. Andere häufige Entwicklungsstörungen betreffen die Scheidewände zwischen den vier Herzkammern und die großen Blutgefäße, die von ihnen ausgehen. Bei den so genannten „blauen Babys” ist die Lungenarterie verengt, und die Herzkammern sind durch eine anomale Öffnung verbunden. Die Folge ist eine Cyanose: Das Blut enthält zu wenig Sauerstoff, und die Haut nimmt eine bläuliche Färbung an. Früher hatten solche Säuglinge nur sehr geringe Überlebenschancen. Nachdem es heute neue Früherkennungsverfahren und verbesserte Hypothermiemethoden gibt, kann man jetzt häufig in der ersten Lebenswoche einen chirurgischen Eingriff vornehmen und die Aussichten für diese Kinder damit deutlich verbessern.

    Eine der schlimmsten Herzkrankheiten bei Kindern und Jugendlichen ist die rheumatische Herzkrankheit. Diese Autoimmunkrankheit kann das gesamte Herz und die umgebenden Häute schädigen. Die Krankheit ist in der Regel eine Folge des rheumatischen Fiebers. Seit man gegen die Erreger, Bakterien aus der Gattung der Streptokokken, verbreitet Antibiotika einsetzt, ist diese Krankheit in den entwickelten Ländern, nicht jedoch in Entwicklungsländern, erheblich seltener geworden. Nach Angaben von 2000 sind etwa 15 Millionen Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren betroffen. Wie 2000 in der Zeitschrift The Lancet berichtet wurde, kommen auch Streptokokken der Gruppen C und G (nicht nur A, wie bislang angenommen) als Verursacher in Frage.

    Myokarditis ist eine Entzündung oder Degeneration des Herzmuskels. Sie hat ihre Ursache oft in verschiedenen anderen Krankheiten wie Syphilis, Schilddrüsenüberfunktion, Endokarditis oder Bluthochdruck, kann aber auch bei Erwachsenen als eigenständige Erkrankung und bei älteren Menschen als degenerative Erkrankung auftreten. Es ist möglich, dass sie mit einer Erweiterung des Herzens durch Muskelschwäche oder mit Hypertrophie (übermäßigem Wachstum des Muskelgewebes) einhergeht.

    Die häufigste Herzkrankheit ist in den Industrieländern die Arteriosklerose. Dabei bilden sich in den Blutgefäßen Ablagerungen aus Cholesterin und anderen Fettsubstanzen, die sich auch an den Innenwänden der Herzkranzgefäße absetzen. Wenn diese Arterien sich im Lauf des Lebens verengen, wird der Herzmuskel immer schlechter durchblutet, und es kommt zu Symptomen wie Atemnot (besonders bei körperlicher Anstrengung) und Angina pectoris mit Enge- und Schmerzgefühlen in der Brust. Wenn ein Herzkranzgefäß durch die Ablagerungen völlig blockiert wird, geht die Sauerstoffversorgung des Herzens plötzlich zurück. Zu einer solchen Gefäßverstopfung kann es auch kommen, wenn sich ein Stück der Ablagerung löst und an einer anderen Stelle der Arterie festsetzt – ein Vorgang, den man als Thrombose bezeichnet. Beide Mechanismen sind die wichtigsten Ursachen des Herzinfarkts, der in vielen Fällen zum Tod führt. Wer einen Herzinfarkt überlebt hat, muss sich umfangreichen Maßnahmen zur Rehabilitation unterziehen, denn immer besteht die Gefahr, dass ein zweiter Infarkt eintritt.

    Angiogramm
    Der Diagnose von Erkrankungen der Herzkranzgefäße dient u. a. die Angiographie als röntgenologische Untersuchungsmethode, bei der zuvor ein Kontrastmittel injiziert worden ist, wodurch die Arterien wie auf dem Angiogramm oben beispielsweise als gelbe Streifen erscheinen.
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    Die Ursachen der fetthaltigen Ablagerungen liegen u. a. darin, dass man mit der Nahrung zu viel Cholesterin und tierische Fette aufnimmt (siehe Ernährung, menschliche). Wahrscheinlich fördert auch eine bewegungsarme Lebensweise die Arteriosklerose: Vielen Befunden zufolge trägt körperliches Training zur Vorbeugung gegen Herzkrankheiten bei (siehe körperliche Fitness). Eine allzu ehrgeizige, auf Perfektion ausgerichtete Lebenseinstellung (siehe Stresskrankheiten) und insbesondere auch das Rauchen dürften das Herzinfarktrisiko erhöhen.

    Der Herzinfarkt tritt sehr viel häufiger bei Menschen mit hohem Blutdruck auf (siehe Bluthochdruck). Das den Infarkt auslösende Ereignis hat oft zur Folge, dass Blutplättchen bestimmte Substanzen ausschütten. Deshalb untersucht man in klinischen Studien, ob sich Patienten nach einem Herzinfarkt vor einem zweiten Infarkt schützen lassen, indem man die Tätigkeit der Blutplättchen mit geeigneten Medikamenten unterdrückt. In neuerer Zeit wurde festgestellt, dass auch bestimmte bakterielle Erreger, Chlamydien, an Arteriosklerose beteiligt sind. Noch ist unklar, ob sie Arteriosklerose verursachen, indem sie die Gefäßwände befallen, oder ob sie sich im Nachhinein in die bereits vorhandenen Ablagerungen einnisten.

    Nach einer Schätzung aus dem Jahr 1997 erleiden in Deutschland jährlich etwa 280 000 Menschen einen Herzinfarkt, 190 000 sterben daran. In Deutschland ist bei Frauen über 50 Jahre der Herzinfarkt die häufigste Krankheits- und Todesursache. Bis zu den Wechseljahren sind Frauen durch körpereigenes Östrogen relativ gut vor Herzinfarkt geschützt, danach kann eine Östrogenzufuhr das Infarktrisiko deutlich verringern. Wie US-amerikanische Wissenschaftler 2001 im New England Journal of Medicine berichteten, sind Herzmuskelzellen entgegen der früheren Annahme in der Lage, sich zu teilen: Die durch einen Herzinfarkt geschädigten Teile des Herzens sind damit in gewissem Umfang regenerationsfähig. 2002 teilten amerikanische Forscher in derselben Zeitschrift mit, sie hätten in transplantierten Herzen, einige Zeit nachdem die Herzpatienten verstorben seien, Zellen des Patienten gefunden, die in das „fremde” Herz eingewandert seien; dies spreche für eine Regeneration durch Stammzellen.

    Vielen Patienten, die wegen Arteriosklerose an Angina pectoris leiden, kann mit Medikamenten geholfen werden, beispielsweise mit Betablockern oder Nitraten, welche die Belastung des Herzens verringern. Reicht die medikamentöse Behandlung nicht aus, wird häufig eine so genannte Bypassoperation vorgenommen, ein Eingriff, den man in den siebziger Jahren entwickelte: Man entnimmt aus dem Bein ein Stück Vene und näht es an das blockierte Herzkranzgefäß, so dass es den durch Arteriosklerose blockierten Bereich überbrückt. Bei den meisten Patienten beseitigt diese Operation die Schmerzen der Angina pectoris und verhütet einen tödlichen Herzinfarkt. Manche Bypassoperationen erfordern heute nur noch kleine Öffnungen im Brustkorb, über die man mit Hilfe von Endoskopen winzige mikrochirurgische Instrumente einführt.

    Einsatz künstlicher Herzklappen
    Eingriffe am Herzen erlauben es u. a., angeborene Herzfehler zu korrigieren, indem man beispielsweise defekte Herzklappen ersetzt.
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    Ein zweites chirurgisches Verfahren, das man in den siebziger Jahren zur Behandlung der Arteriosklerose entwickelte, bedient sich des so genannten Ballonkatheters und wird mit dem Fachausdruck perkutane transluminale koronare Angioplastik (PTCA) benannt. Bei diesem Eingriff schiebt man einen Draht, der am Ende einen kleinen Ballon trägt, durch die Aorta bis in das Herzkranzgefäß. An der verengten Stelle bläst man den Ballon auf. Er drückt die Ablagerungen zusammen und stellt die normale Durchblutung wieder her. Mit diesem weniger gefährlichen Verfahren lässt sich nach Schätzungen jede sechste Bypassoperation vermeiden.

    Mediziner des Klinikums Fulda berichteten 1998, es sei ihnen gelungen, mit Hilfe eines Proteins, das als Wachstumsfaktor diente, zusätzliche Blutgefäße am kranken Herzen wachsen zu lassen. Das Protein FGF (Fibroblast Growth Factor) wird aus gentechnisch veränderten Bakterien gewonnen und neben verstopfte Gefäßbereiche injiziert. Nach wenigen Tagen kommt es zum Wachstum neuer Gefäße, welche die verstopfte Stelle umgehen. Größere verengte Gefäße müssen allerdings nach wie vor mit einem Bypass umgangen werden. Ein neues Verfahren zur Beseitigung arteriosklerotischer Veränderungen ist der Einsatz des Acolysis-Ultraschallkatheters, der wie ein Nierensteinzertrümmerer wirkt. Das den Blutdurchfluss hemmende Material wird damit durch Ultraschall zerstört.

    In den siebziger und achtziger Jahren ging die Sterblichkeit durch arteriosklerotische Herzkrankheiten in mehreren Industrieländern drastisch zurück. Für diese Beobachtung gibt es noch keine schlüssige Erklärung – Mediziner führen sie darauf zurück, dass Bluthochdruck häufiger erkannt und behandelt wird und der Anteil tierischer Fette in der Ernährung zurückgegangen ist. Dennoch bleibt die koronare Herzkrankheit beispielsweise in Großbritannien die wichtigste Todesursache.

    In manchen Fällen findet man bei Personen, die an einem Herzinfarkt gestorben sind, keine Anzeichen für eine schwere Arteriosklerose. Zu einer verminderten Durchblutung des Herzens kann es wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge auch kommen, wenn sich ein scheinbar gesundes Herzkranzgefäß plötzlich von selbst zusammenzieht (Vasospasmus). Dieser Vorgang kann manchmal auch zu einem durch Arteriosklerose verursachten Herzinfarkt beitragen.

    Herzschrittmacher
    Die ersten Herzschrittmacher waren etwa doppelt so groß wie die hier gezeigten Geräte. Herzschrittmacher gleichen durch regelmäßige Stromimpulse Herzrhythmusstörungen aus.
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    Die eigentliche Todesursache ist beim Herzinfarkt vielfach der Herzstillstand. Das gilt unabhängig davon, ob Arteriosklerose vorliegt. Der Herzschlag verliert dabei sehr rasch an Wirkung. Häufig kann man den normalen Herzrhythmus mit einem starken Elektroschock auf dem Brustkorb wiederherstellen. Deshalb führen Notärzte in der Regel ein Gerät (den Defibrillator) mit, das diese Rettungsmaßnahme ermöglicht.

    Geringfügige Abweichungen des Herzrhythmus weisen im Allgemeinen nicht auf eine Krankheit hin. Die Geschwindigkeit des Herzschlages passt sich in einem so weiten Bereich den Anforderungen des Organismus an, dass Schwankungen meist innerhalb der normalen Grenzen liegen. Schwere Störungen im Sinusknoten oder in den Fasern, welche die Impulse zum Herzmuskel übertragen, können aber zu Schwindelgefühlen, Ohnmacht und sogar zum Tod führen. Die schwerwiegendste derartige Störung ist der völlige Herzstillstand. Um ihn zu vermeiden, kann man einen Herzschrittmacher einsetzen, ein elektronisches Gerät, das regelmäßig kleine elektrische Stromstöße aussendet und das Herz damit zu regelmäßigen Kontraktionen anregt. Das Marien-Hospital in Witten/Herdecke berichtete 2001 über den Einsatz eines neuen Herzschrittmachers, der ständig die Herzfunktion überwacht und erkennt, ob Vorhofflimmern droht. Die meisten anderen Herzrhythmusstörungen sind ungefährlich, außer bei Menschen, die ohnehin an einer Herzkrankheit leiden.

    Bei älteren Menschen tritt häufig das Cor pulmonale auf, eine Herzkrankheit, die sich häufig nach einer Lungenerkrankung (z. B. einem Emphysem) entwickelt oder nach einer Störung des Lungenkreislaufes (z. B. einer Arteriosklerose der Lungenarterien). Eine weitere Krankheit des höheren Lebensalters ist die Herzinsuffizienz, bei der die Pumpleistung des Herzens nicht mehr ausreicht. Die Wände der Herzkammern dehnen sich in dem Bemühen, mehr Blut zu transportieren, und dadurch entsteht die starke Vergrößerung des Herzens, die für dieses Krankheitsbild charakteristisch ist. Personen mit dieser Störung dürfen sich nicht stark anstrengen. Der Zustand lässt sich oft mit Digitalis-Präparaten verbessern, denn diese Wirkstoffe steigern die Leistungsfähigkeit des Herzens.

    Ein guter Schutz gegen Herzinfarkt und andere Herzkrankheiten ist nach einer 1997 veröffentlichten amerikanischen Untersuchung an über 80 000 Frauen eine ausreichende Versorgung mit Folsäure und Vitamin B6. Über eine ebenfalls amerikanische Untersuchung an über 20 000 Ärzten wurde 1998 berichtet: Danach reduziert eine wöchentliche Fischmahlzeit das Risiko des Herztodes um die Hälfte; die Ursache könnte in der Zufuhr langkettiger Fettsäuren oder eines unbekannten Wirkstoffes liegen.

  10. #9
    DIAGNOSE

    Elektrokardiograph
    Der Elektrokardiograph kann die Herztätigkeit deshalb sichtbar machen und aufzeichnen, weil mit jedem Herzschlag ein elektrischer Impuls verbunden ist.

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    Stethoskop
    Ein Stethoskop dient vor allem dazu, Herz- und Lungengeräusche abzuhören.
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    Elektrokardiogramme
    Charakteristische Merkmale eines EKGs sind P-Zacke, T-Zacke und QRS-Komplex. Die P-Zacke entspricht der Erregung des Vorhofs, der QRS-Komplex der Erregung der Hauptkammer, die T-Zacke geht mit der Repolarisation der Herzkammermuskulatur einher. Bei einer Erkrankung des Herzens ändert sich der Verlauf des Elektrokardiogramms. Im Fall einer Tachykardie (Herzjagen) wird der Herzschlag zunächst schneller und schwächer (Strecke a) und setzt danach aus (b). Beim Vorhofflimmern (unkoordinierte Kontraktion der Herzmuskelfasern) werden die Abstände der QRS-Komplexe ungleichmäßig und die P-Zacken werden durch Flimmerwellen (Strecke a) ersetzt. Beim atrioventrikulären Block (AV-Block, Störung der Überleitung zwischen Vorhof und Kammer) sind QRS-Komplexe und P-Zacken unregelmäßig verteilt.

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    Angiographische Untersuchung
    Nach der Injektion des Kontrastmittels wird bei dieser Angiographie das Innere von Herz und größeren Blutbahnen auf Monitoren sichtbar.
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    Ein wichtiges Diagnosehilfsmittel ist der Elektrokardiograph, ein Gerät, das die elektrische Aktivität des Herzens während der verschiedenen Stadien der Kontraktion aufzeichnet. Die Pumpleistung des Herzens kann man mit einem Herzkatheter sehr genau messen. Dazu schiebt man einen Schlauch durch eine Arterie und/oder Vene in eine oder beide Herzhälften, in die Lungenarterie und die Aorta. Auf diese Weise kann man die Fließgeschwindigkeit des Blutes sehr genau ermitteln und den Blutdruck im Herzen und in den großen Blutgefäßen feststellen. Dabei bemerkt man auch anomale Verbindungen zwischen rechter und linker Herzhälfte. Ein weiteres Diagnoseverfahren ist die Angiokardiographie: Dabei stellt man Kontrastaufnahmen des Herzinnenraumes sowie des Verlaufs und der Umrisse von Lungengefäßen und Aorta mit ihren Verzweigungen her. Voraussetzung ist, dass man in eine Vene ein für Röntgenstrahlen undurchlässiges Kontrastmittel injiziert. Noch genauer lassen sich Bereiche mit verringerter Durchblutung im Herzen mit einer neuen Methode darstellen, bei der man den Weg eines radioaktiven Isotops des Elements Thallium durch den Herzmuskel sichtbar macht. Eine computergekoppelte Kamera zeichnet auf, wie viel Thallium während des Zyklus von Systole und Diastole in den Herzmuskel eindringt. Dabei sind kleine geschädigte Gewebebereiche genau zu erkennen. Ein weiteres Verfahren bedient sich der Ultraschall-Bildgebung.

    HERZTRANSPLANTATION

    Im Jahr 1967 verpflanzte der südafrikanische Chirurg Christiaan Barnard erstmals ein Herz von einem Menschen zum anderen. Seither haben viele Chirurgen diesen Eingriff vorgenommen. Das Hauptproblem bestand anfangs darin, dass der Organismus fremdes Gewebe in der Regel abstößt (Immunität; Transplantation, medizinische). Später wandte man jedoch verstärkt immunsuppressive Medikamente wie Cyclosporin an, so dass seit Anfang der achtziger Jahre ein wesentlich größerer Anteil der Patienten nach der Transplantation mehr als ein Jahr lebt. In den neunziger Jahren wurde die Operation in den Industrieländern zu einem Routineeingriff; in Großbritannien bleiben viele Patienten nach einer Herztransplantation noch fünf bis zehn Jahre am Leben. Ein brasilianischer Chirurg führte an übergroßen, träge gewordenen Herzen Eingriffe durch, die manche Herztransplantationen überflüssig machen könnten: Bei diesen Eingriffen wird aus dem Herz ein dreieckiges Stück herausgetrennt und das Herzvolumen dadurch verkleinert, so dass das Herz wieder kraftvoller schlägt.
    KÜNSTLICHE HERZEN

    Kunstherz
    Kunstherzen, wie sie Anfang der achtziger Jahre entwickelt wurden, werden aufgrund aufgetretener medizinischer Komplikationen heute oft nur noch als Übergangslösung implantiert, bis ein geeignetes natürliches Spenderherz gefunden ist.
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    Seit den fünfziger Jahren werden künstliche Herzen entwickelt. Im Jahr 1966 gelang es erstmals, als vorübergehende Maßnahme eine Zusatzpumpe einzupflanzen. In mindestens einem Fall funktionierte eine solche Pumpe mehrere Jahre lang. Das erste vollständige Kunstherz setzte man 1969 einem Menschen ein, wiederum nur vorübergehend.

    Das erste Kunstherz für den Dauerbetrieb, ein von Robert Jarvik entwickeltes Gerät, wurde 1982 implantiert; der Patient lebte danach noch drei Monate. Seither haben mehrere Patienten das Jarvik-Herz und andere Kunstherzen erhalten, aber wenn sie überleben, stellen sich häufig Schlaganfälle und ähnlich schwere Probleme ein. Ein neuartiges Kunstherz wurde 2000 einem Patienten an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster implantiert. Dieses ist zehnmal leichter als bisherige Kunstherzen und weist weniger Oberflächen auf, an denen sich Blutgerinnsel bilden können. Ein weiteres Kunstherz (AbioCor) arbeitet ohne Verbindung zur Körperoberfläche und wird durch die Haut über eine am Gürtel getragene Batterie mit Strom versorgt. Im April 2002 lebten allerdings nur noch zwei von sieben Patienten, denen dieses Kunstherz implantiert worden war – am längsten (sieben Monate) der 71-jährige Tom Christerson.

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