Allgemeines :

Eine voll geladene Zelle bringt " unbelastet" 2,7V . Bei Belastung durch Verbrauchen fällt die Spannung ab = " Belastungsspannung " . Die Hersteller geben 2V pro Zelle an ( 12 : 2V = 6 Zellen ), d.h sie gehen von der Belastungsspannung aus .


Die Batterie sollte 12,5V haben ( Verbraucher 3 - 4std ausschalten und dann messen ), man spricht hier auch von der " Ruhespannung " .


Ladungsarten :

Hier ein Bsp.

Normalladung : K²O = 56AH ( AH = Amperestunden )
10% von 56AH = 5,6A .
5,6A = Normalladung


Schnellladung: K²O = 56AH
80% von 56AH = 44,8A .
44,8A = Schnellladung ( zu oft Schnellladen führt zu Schäden )


Erkennungsmerkmale :

Minuspol = kleinerer Durchmesser ( meistens schwarzes Kabel )
Pluspol = grösserer Durchmesser ( " " rotes Kabel )


Wartung und Pflege :

Beim Laden der Batterie entsteht Knallgas -----> BITTE KEIN OFFENES FEUER
DestilliertesWasser nachfüllen
Pole von Verschmutzungen säubern und regelmässig¸ig einfetten
Erst Masse ( Minus ) abklemmen, dann Plus .


Aufbau einer Zelle :

Plus = positive Elektrode
Minus = negative Elektrode, zwischen Minus und Plus ist der Elektrolyt ( Schwefelsäure ) = Leiter .+
Beim Laden nimmt der Wasseranteil der Batterie ab .


Kennzeichnung der Batterie :
Bsp:

54419 / 12V / 44AH / 210A

54419 = Typnummer
12V = Nennspannung ( 6 x 2V )
44AH = Nennkapazität ( Stromstärke die der Batterie entnommen und zugeführt werden kann )
210A = Kälteprüfstrom ( angegeben Stromstärke, muss bei -18C 30sek geliefert werden, ohne das die Zellspannung unter 1,4V abfällt )

Ströme sind zwar nicht jedem geheuer, doch ohne geht auch irgendwie so gar nichts an einem
Moped und somit denke ich das ein guter Biker doch wenigstens seine Batterie im Griff habe sollte. Zumal bei einem Motorrad das eine Batteriezündung und keine Zündmagneten hat ein Starten ohne sie auch mit dem stärksten Anschieben nichts wird.

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Nun, aber was kann man machen, damit dieses kleine und doch recht schwere Kunststoffteil mit Säurefüllung (die nebenbei gesagt sehr ätzend ist und somit der Umgang sorgfältig sein sollte) möglichst lange und zuverlässig sein Dienst verrichtet?
Da wäre zunächst einmal zu sagen, das es sich empfiehlt für alle Arbeiten die Batterie aus dem Fahrzeug zu nehmen, denn nur so vermeidet man die Gefahr eines Kurzschlusses durch das Handtieren mit Werkzeug und durch Säurespritzer. Nun dann sei noch bemerkt das jegliches offene Feuer, dazu zähle ich hier auch mal das Rauchen, in der Nähe einer Batterie schwerwiegende Folgen haben kann, da die aufsteigenden Dämpfe aus einer Batterie explodieren können.

Bei dem Ausbau der Batterie ist es wichtig den Minuspol zuerst abzuklemmen, denn somit kann beim Losschrauben des Pluspols durch den Kontakt zu Rahmenteilen, was ja schon mal durch einen abrutschenden Schraubenschlüssel passieren kann, kein Kurzschluß entstehen.

Doch nun zu dem was jeden selber für die Lebensdauer des Energiespenders tun kann.

1.) Wasserstand kontrollieren: (nicht nötig bei wartungsfreien Batterien)
Bei der ersten Befüllung einer neuen Batterie wird Batteriesäure verwendet und der Flüssigkeitsstand sollte von nun an immer zwischen der Minimum- und Maximummakierung an der Seite der Batterie stehen. Kontrolliert wird hierbei jede Zelle, denn sie können durchaus unterschiedliche Flüssigkeitsstände aufweisen. Sollte nun in einer Zelle der Stand zu niedrig sein, so muss er logischerweise wieder erhöht werden. Hierzu wird allerdies keine Batteriesäure genommen, sondern destilliertes Wasser (auf keinen Fall normales Leitungswasser, da das die Batterie innerhalb kürzester Zeit schädigen würde). Da die Einfüllöffnungen sehr klein sind geht dies am Besten mit einer speziellen Plastikflasche aus dem Zubehörhandel.

2.) Säuredichte messen: (nicht nötig bei wartungsfreien Batterien)
Zum Messen der Säuredichte (was auch Aussage über den Ladezustand gibt) müssen nach dem Ausbau der Batterie die Verschlussstopfen der einzelnen Zellen entfernt werden (dies geht oft am besten mit einer kleinen Zange, da sie meistens nur eingesteckt sind). Nun wird ein Säureprüfer benötigt. Die Spitze des Säureprüfers wird in die erste Zelle gesteckt und dann durch zusammen drücken und wieder loslassen des Oberteils mit Batteriesäure gefüllt. Der kleine Schwimmer im Glasröhrchen pendelt sich nun, je nach Dichte der Säure, an einer gewissen Stelle ein. Der auf der Skala abzulesende Wert entspricht der Dichte dieser Zelle. Desto grösser der Wert desto höher die Dichte und somit auch der Ladezustand.

Eine volle Batterie hat eine Dichte von 1,28 und eine leere einen Wert von 1,12. Nach der Messung wird der Prüfer wieder entleert, indem man die angesaugte Flüssigkeit in die Zelle zurück drückt.
So wird nun auch mit allen anderen Zellen verfahren. Alle Zellen sollten einen ziemlich gleichen Wert aufweisen. Da bei Abweichung von einer oder mehrerer Zellen ein Defekt vorliegt und somit die Batterie nicht mehr richtig von dem Generator geladen werden kann wird man um eine Erneuerung nicht herum kommen.
Sollte die Säuredichte gleichmässig, aber niedrig sein, so ist die Frage: Warum ist die Batterie nicht richtig geladen?
Wenn das Moped lange nicht bewegt wurde, oder nur im Kurzstreckenverkehr benutzt wurde ist es kein Wunder. Das Fahren auf Kurzstrecken mit viel E - Starter Benutzung bringt nicht genügend Ladestrom, so das die Batterie zwangsläufig immer leerer wird. Das Gleiche Problem tritt bei einer Langen Standzeit des Mopeds auf, da hier kein Ladestrom zustande kommen kann. (Überflüssiger Satz, oder?) Nun kann man mit einem speziellen Ladegerät aus dem Zubehörhandel( bitte kein Autobatterieladegerät, da dies eine zu grosse Leistung hat) die Batterie wieder aufladen und fertig, oder bei längerer Standzeit die Batterie an ein Ausgleichsgerät, daß es ebenfalls im Motorradzubehörhandel gibt, anschliessen um zum Beispiel im Frühjahr beim Ausmotten keine Probleme zu haben.
Sollten trotzdem Probleme mit dem Ladezustand, spricht die Batterie ist nach kurzer Zeit wieder schwach auf der Brust, auftreten, so kann das am Alter der Batterie liegen. Denn wenn eine Batterie zu alt wird verliert sie an Ladekapazität und da nütz auch das beste Ladegerät nichts mehr. Ist die Batterie hingegen noch recht jung und es stellt sich trotz des Nachladens wider eine Startschwäche ein, so kann ich nur empfehlen eine Fachwerkstatt, oder einen guten Bosch-Dienst zu besuchen, denn es liegt wahrscheinlich der Fehler nicht bei der Batterie.

3.Die Batteriepole reinigen und fetten
Die Verbindung zwischen den Anschlusskabeln und den Batteriepolen sollte möglichst optimal sein, da nur so eine gute Ladung zu Stande kommt. Zum Reinigen eignet sich ein kleine Kupferdrahtbürste, wie sich auch für Zündkerzen genommen wird. Hierzu wie immer zuerst den Minus und dann den Pluspol demontieren.
Der Einbau der Batterie, ganz gleich ob nach einer Wartung, oder ob es sich um eine Neue handelt ist ebenfalls mit Sorgfalt durchzuführen, da ein Kurzschluss nicht nur die Batterie, sondern auch wichtig elektrische Teile an dem Bike zerstören kann. Zu Beachten ist, dass beim Einsetzten der Entlüftungsschlauch nicht geknickt wird. Eine Batterie gast während der Ladung ständig und wenn diese Gase nicht entweichen können, kann es zu Schäden kommen. Zuerst wird immer der Pluspol angeschlossen, doch zuvor genau hinschauen das auch das Pluskabel wirklich am Pluspol der Batterie angeschlossen wird. Besonders bei neuen Batterien kann es vorkommen, das man Euch ein falsche Batterie verkauft hat und somit ist der Kurzschluss schon vorprogrammiert. Zum Schluss wird der Minuspol angeschlossen. Nachdem Anschliessen sollten die Pole mit einem Polfett (Motorradzubehörhandel) eingeschmiert werden.